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Der Deutsche Automobil Club

Großer Bergpreis von Deutschland

Hans Stuck Rekordinhaber/ Wo bleibt der kleine deutsche Rennwagen?

Nach gutem altem Brauch findet die Preisverteilung nach dem Großen Bergpreis von Deutschland immer auf dem herrlich gelegenen Münsterplatz in Freiburg statt. Ebensolch guter und alter Brauch ist es, dass man seinen Bericht mit dieser Preisverteilung beginnt, erst recht dann, wenn eine freudige und doppelte Veranlassung vorliegt!
Korpsführer Hühnlein hielt auf dem schön geschmückten Platz vor einer vieltausenköpfigen Menschenmenge eine Ansprache, die in mehrfacher Hinsicht überaus bemerkenswert erscheint. Wir kennen ihn als den Mann, der im Motorsport − einerlei, ob es sich um Zuverlässigkeitsfahrten oder Rennsport handelt − gerade die Härte und Unerbittlichkeit des Kampfes liebt, der weiter die großen Massen für diesen Sport − zum wenigsten ideell − gewinnen möchte. Und hier in Freiburg war Veranlassung genug gegeben, diese Gedankengänge einmal in den Vordergrund richtungsgebender Betrachtungen zu stellen! Korpsführer Hühnlein sprach mit großer Anerkennung von dem, was wir alle an diesem Tage gesehen hatten. Er dankte dem DKW Sportpräsidenten Kroth und all seinen Mitarbeitern, dem Gauführer Hauser und seinem Sportleiter für die vorbildliche Arbeit, die sie geleistet hatten. Er dankte den Fahrern für die vorzügliche sportliche Haltung und Leistung. "Gerade das Bergrennen " − so führte Korpsführer Hühnlein aus − "ist typisch für unseren Motorsport, den wir als Kampf aufgefasst wissen wollen. Es ist typisch für die seelische Haltung unserer Sportler, die in der Bezwingung eines Berges den ewigen heißen Wunsch des Menschen, immer nach oben zu streben, demonstrieren!"
Besonders herzliche Worte widmete er sodann dem Helden des Tages, dem Bergmeister des Jahres 1935, Hans Stuck, dem Sieger auf Auto Union. Mit Hinweis auf die schöne Zeit des Engländers Seaman, der nur um eine Sekunde langsamer war, sagte der Korpsführer:" Sieg bleibt Sieg und wenn der Unterschied eine Hundertstel Sekunde wäre. Aber wir freuen uns über den großartigen Erfolg des Engländers Seaman und ich frage die deutsche Autoindustrie:"Wo bleibt der kleine deutsche Rennwagen?"
An dieser Stelle setzte ungeheurer Beifall ein, ein Beweis, wie sehr gerade unsere deutschen Motorsportler diesen Rennwagen vermissen und wie sehr gerade das Fahlen eines solchen Rennwagens geeignet ist, den Rennsport des deutschen Privatfahrers zu gefährden bzw. ihn über kurz oder lang überhaupt unmöglich zu machen.
Da stand unten ein Mann, beladen mit Ruhm und Ehrenbürgerschaft, Arthur Geiss, betrachtete seine ebenso ruhmreiche DKW und zog ab. Und wie! Nur 24 Sekunden mehr brauchte er als der große Hans Stuck, eine Leistung, die einmalig und unerreicht dasteht.
Zweiter wurde nach altem geschriebenem Gesetz Walfried Winkler, während Kohfink auf Imperia sich den dritten Platz sichern konnte! Geiss und Winkler starteten später auch noch in der 350er Klasse mit einer auf 285 ccm aufgebohrten DKW, erreichten jedoch nicht die Zeiten der 250er Klasse! Häusler auf DKW und "Winklerhans" sicherten sich den vierten und fünften Platz!

In: Der deutsche Automobilclub

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