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Nationales Motorradrennen Hockenheim

Der Veranstaltungstermin war in diesem Jahr unglücklich gewählt, da er mit dem ersten Tag der Berliner Olympiade zusammenfiel. Dennoch ließen sich mehr als 125.000 Zuschauer die Rennen nicht entgehen, eine Zahl, beeindruckend genug, um zu verdeutlichen, dass der Motorsport zu einem Volkssport geworden war.

Wie in jedem Jahr tauchte eine Menge neuer Namen auf. Nicht selten entwickelten sich daraus Rennfahrer, die zu verschiedenen Zeiten das Bild des deutschen Motorsports prägten. Der junge Mann, der auf seiner Bücker-Jap die bisherige Bestleistung der Ausweisfahrer auf 129,2 km/h steigerte, sollte einmal zu ihnen gehören. Kurt Nitschkys große Stunde kam zar erst unmittelbar nach dem Krieg, als sich 1946/47 der Motorsport durch seine Initiative wieder neu zu organisieren begann, sein Fahrtelent war aber bereits 1936 erkennbar.

Kein Unbekannter mehr war Ewald Kluge, der als jüngstes Mitglied der DKW-Werksmannschaft an den Start ging. Der spätere Europameister und erste deutsche TT-Sieger hatte in dieser Saison schon mehrere Siege für sich verbucht und zeigte auch in Hockenheim wenig Respekt vor den erfahrenen Altmeistern Geiss und Winkler. Abschütteln ließ er sich nicht. Mal führte Geiss, mal Winkler, manchmal lag aber auch der junge Kluge vorn. Bisweilen jagten die drei zur Freude der Zuschauer nebeneinander an Start und Ziel vorbei. Erst in der letzten Runde wurde die altersgemäße Rangordnung wieder hergestellt. Arthur Geiss, Hockenheims neuer Ehrenbürger, überfuhr in seinem letzten aktiven Jahr bereits zum vierten Mal als Sieger die Ziellinie und ließ Winkler und Kluge hinter sich. Am Ende der Saison erwies sich aber Kluge doch als der bessere. Erstmals gewann der Dresdner die Meisterschaft der 250er Klasse, die er in ununterbrochener Reihenfolge bis 1939 verteidigte. Die vierte Position und damit der erste Platz in der Privatfahrerwertung ging an Hans Häusler aus dem badischen Meßkirch, der sich damals schon an sein heutiges Firmenmotto hielt:"Immer anderen voraus."

Rennergebnis 1936



Lizenzfahrer 250 ccm:

1. A.Geiss/DKW 1:06:27,1 = 130,2 km/h
2. W.Winkler/DKW 130,1 km/h
3. E. Kluge/DKW 130,0
4. H. Häusler/DKW

In: Hockenheimring, 1996



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